Achtsamkeit oder ist der Begriff abgelutscht oder einfach fast unerreichbar?

Ja, ich weiss! Ich kann es manchmal auch nicht mehr hören, den Begriff von achtsam sein oder Achtsamkeit. Leider ist er, zum Modebegriff "mutiert". Im Wort achtsam ist für mich das Wort aufmerksam zu Hause.

Aufmerksam durch das Leben zu gehen. Sich an kleinen Dingen zu erfreuen. Wie früher, als wir klein waren und der Spaziergang durch die Quartierstrasse zum Abenteuerspielplatz wurde. Jedes Kieselsteinchen war ein kleines Wunder. Im Herbst waren all die Blätter, wie Goldstücke, kurz eines schöner als das andere. Die Katze im Quartier war der Löwe, welcher beobachtet, entdeckt und gestreichelt werden durfte. Der Zauber der Pfützen bei Regen, dass war jedes Mal ein mutiger Sprung und ein paralleles Mithüpfen mit dem Herzen. So intensiv im Moment zu leben, wie als Kind, dass schaffe ich heute viel zu wenig mehr.

Wenn es mir gelingt, mich von aller Ablenkung zu entfernen, dann nur sehr gewollt und bewusst. Auf den Spaziergängen durch den Wald mit meinem Hund, passiert mir das wieder vermehrt. Das Handy bleibt zu Hause, stattdessen streife ich mit dem Hund durch die Wälder. Doch auch ohne Handy gibt es diese Tage, wo die Gedanken im Kopf unaufhörlich umher kreisen.

Das Chaos im Kopf treibt mich weg von mir, von meinem Bewusstsein und der Achtsamkeit.

Achtsamkeit Illustration by sandraelsig.com

Doch das will ich nicht. Nicht mehr!

Stattdessen will ich wieder mehr von mir und bei mir sein. Die kleinen Geschenke des Alltages sehen, welche mir das Leben schenkt. Offen sein für Neues. Nicht durch die Tage hetzen, sondern innehalten. Wenn es auch nur für einen kleinen Moment ist. Solange, ich das noch nicht besser kann, bleibt für mich persönlich die Achtsamkeit eine Notwendigkeit, die Basis für ein bewusstes Leben. Modebegriff hin oder her.

Wie geht es Dir damit? Gerne will ich den Puls spüren und an diesem Thema dran bleiben. Feedbacks über Mail freuen mich riesig.

Einen achtsamen Tag wünsche ich Dir.

Herzlicher Gruss

Unterschrift neu