"Ein Leben, in dem du viele Fehler machst, ist nicht nur ehrenswerter, sondern auch lebenswerter, als ein Leben, in dem du gar nichts machst. "

-Bernhard Shaw-

Sicherlich kennt ihr das, mir ist es zumindest gerade diese Woche wieder passiert. Beim Spazieren in der Natur, habe ich aus dem Nichts eine inspirierende Idee. Der Gedanke daran zieht mich in Bann. Vieles sehe ich schon fast bildlich vor mir und ertappe mich in einem Art Rausch, Flow. Ganz ehrlich, ich liebe dieses kribbelnde Gefühl im Körper und in den Gedanken. Plötzlich klopft der Verstand an. Meine Idee, wird mit tausend Abers und Gründen, was alles dagegen spricht überschüttet. Die Idee ist kaputt. Die Idee sprich die Motivation. Das ist oft das Ende. Aus Angst zu versagen, dass es nicht funktioniert, tun wir gar nichts.

Die Angst zu versagen, ist bei mir zwischendurch echt hoch.

Zu Versagen oder zu Scheitern ist bei mir sehr negativ besetzt ist. Das gehört sich nicht.
Natürlich ist mir in der Vergangenheit einiges passiert, welches diesen Glaubenssatz oder diese Angst füttert. Unbewusst, habe ich mir Menschen oder Situationen ins Leben geholt, welche mich in dieser Angst bestärkten.
Sie haben mir geholfen zu scheitern. Diese Menschen kamen so oft, in unterschiedlichen Rollen und Situationen, bis ich es begriffen habe.  Klar, bin ich auf viele dieser Entscheide und Situationen nicht stolz. Doch rückblickend waren das alles sehr lehrreiche Momente. Unschön und gleichzeitig unbezahlbar.

Doch warum haben wir so eine grosse Angst, vor dem Scheitern? Diese Frage habe ich mir die Tage auch gestellt. Formuliert habe ich sie so - was wäre das Schlimmste, was passieren kann. Schnell und klar kam die Antwort.

"Das Schlimmste wäre, es nicht getan zu haben."

Wertehelden_schon gescheitert by sandraelsig.com

Diese Antwort hat mich aufgerüttelt. Sie hat mich tief berührt. Unter diesem Aspekt, bin ich gedanklich nochmals durch viele Situationen hin durch. Statt mich ständig zu verurteilen, habe ich bemerkt, dass ich unter diesem Aspekt viele Situationen anders beurteilt habe. Auf einmal wurde ich ehrfürchtig vor mir selbst. Viele Situationen habe ich mit Demut betrachtet habe. Mir wurde bewusst, dass viele Situationen viel Mut erfordert haben. Ich jedoch sehr viel gelernt habe.

Darf ich dir eine kleine Übung mit auf den Weg geben? Gerade diese aktuelle Zeit lädt uns ein, zu reflektieren.
Nimm dir ein weisses Blatt Papier und gehe gedanklich durch dein bisheriges Leben. Situationen welche sich dir als Momente des Scheiterns eingeprägt haben, versuche sie mal mit der Perspektive von Mut und was habe ich daraus gelernt zu betrachten? Was hast du dabei gelernt? Was nimmst du aus diesen Situationen mit?

Ich bin gespannt, was für Erfahrungen daraus mit nimmst?

Es ist doch genau so, das Schlimmste wäre, es nicht getan zu haben. Nicht gelebt zu haben. Scheitern gehört zum Leben. Es gibt dieses kraftvolle Zitat, mit dem will ich abschliessen.

Will ich möglichst viele Tage in meinem Leben – oder möglichst viel Leben in meinen Tagen?

WERTvolle Grüsse

Unterschrift neu_zugeschnitten für WB